Freitag, 23. März 2012

Weiteres Strafurteil gegen Abofallen-Betreiber

Das Landgericht Hamburg hat in einem Verfahren wegen des Betreibens einer Abofalle Freiheits- und Geldstrafen gegen die Beteiligten verhängt (s. Pressemitteilung des Landgerichts Hamburg vom 21.03.2012, Aktenzeichen 608 KLs 8/11). Die Angeklagten hatten sog. Sinnlosangebote im Internet gemacht, d.h. Leistungen kostenpflichtig angeboten, die auf anderen Seiten kostenfrei zu erhalten waren. Frei erhältliche Sofware - Freeware - wurde so kostenpflichtig angeboten. Der Hinweis auf die Kostenpflicht war absichtlich so versteckt, dass er leicht übersehen werden konnte. Nach dem Anmelden wurde eine E-Mail zugesandt, die den Abschluss eines Vertrages bestätigte und zur Zahlung von € 60,-- oder € 84,-- aufforderte. Das Landgericht Hamburg verurteilte wegen Betruges.

Dieses weitere Urteil im Kampf gegen kriminelle Abzockmentalität im Internet bestärkt Betroffene, die angeforderten Beträge nicht zu zahlen und sich auch nicht durch Mahnungen einschüchtern zu lassen, sondern Strafanzeige zu erstatten und Strafantrag zu stellen. 
(copyright ago)